2.2.  
 
Einrichtung des Internetzugangs
als Mehrplatzversion


Die LAN-Anbindung an das Internet setzt einen ISDN-Anschluß voraus. Von der Telekom wird dem Endanwender ein NTBA eingerichtet. Die ISDN-Leitung wird über den S0-Bus geführt. IAE-Anschlussdosen ermöglichen den Anschluß von bis zu 8 Endgeräten (ohne eigene Stromversorgung). Dem Teilnehmer stehen 2 Amtsleitungen zu je 64 KBit und drei Rufnummern zur Verfügung. Über eine Nebenstellenanlage können auch analoge Endgeräte über die ISDN-Leitung bedient werden.

Die einzelnen Workstations (Schülerarbeitsplätze und Lehrerarbeitsplatz) haben keine direkte Verbindung zum Telefonnetz und benötigen daher auch keine eigene ISDN-Steckkarte und kein Telefonkabel.

Ist der Internet-Browser richtig konfiguriert (unter dem Menüpunkt Verbindungen ist "Verbindung über ein lokales Netzwerk (LAN) herstellen" zu wählen), nimmt die Workstation über das TCP/IP Protokoll eine Verbindung mit einem Router auf, der ebenfalls im Netzwerk integriert ist. Dieser leitet die Anfrage der Workstation nach einer Internetseite über den ISDN-Anschluss an das Internet weiter und nimmt die eintreffenden Daten entgegen. Um sie der richtigen Workstation zuleiten zu können, muss jede Workstation im LAN eine eindeutige IP-Adresse besitzen. Diese wird bei der Konfiguration des TCP/IP-Protokolls eingestellt.

Da der Router die zahlreichen IP-Adressen der Workstations dem Internet unter einer einzigen IP-Adresse darstellt, die zudem bei jeder Einwahl ins Internet neu vergeben wird, spricht man hier von NAT (Network Adress Translation).

Will man die Zugriffszeiten optimieren - schließlich teilen sich zehn bis fünfzehn Internet-Surfer eine ISDN-Leitung - sollte man einen Proxy-Server verwenden. Unter einem Proxy-Server versteht man ein eigenständiges Programm, das auf einem Rechner läuft, der Zugang zum Internet hat.

Die Internet-Browser der Workstations müssen so eingestellt werden, dass ihre Anfragen nicht direkt an einen Server im Internet geschickt werden, sondern an den Proxy-Server. Der Proxy-Server besitzt einen Cache mit Daten aus früheren Zugriffen. Falls die angeforderte Information sich bereits im Cache befindet, kann die Anfrage sehr schnell aus dem Zwischenspeicher beantwortet werden.

Bei unbekannten, noch nicht vorhandenen Informationen, richtet der Proxy (="Stellvertreter") stellvertretend für den Client eine eigene Anfrage an den gesuchten Server im Internet. Natürlich verwendet er hierfür seine eigene IP.


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