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Bildbearbeitung mit dem Computer Referat von Gerald Wißgott, Fachberater
für Informatik am Staatl. Schulamt Ansbach Email:
gerald@wissgott.com |
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Es gibt drei
verschiedene Arten von Grafik, die mit Computern verarbeitet werden können:
Pixel-Grafiken: Pixelgrafiken setzen sich aus einzelnen Rasterpunkten (= Pixel) zusammen. Wie bei einem Mosaik können die einzelnen Punkte verschiedenen Farben annehmen. Man unterscheidet:
Während bei Schwarzweißbildern nur die Farben schwarz oder weiß möglich sind, wird bei Graustufenbildern dieses Spektrum in 256 Grauwerte unterteilt. Echtfarbenbilder besitzen bis zu 16,8 Millionen Farbschattierungen. Neben der Farbtiefe hängt der benötigte Speicherbedarf eines Bildes auch von der gewählten Auflösung ab. Die oben gezeigten Bilder haben eine Auflösung von 300 dpi (= dots per inch), das sind 118 Pixel/cm. Da mit cm² gerechnet werden muss, bedeutet eine doppelte Auflösung einen vierfachen Speicherbedarf. Beim Speichern auf Diskette, Festplatte oder im Internet können diese Dateien von den meisten Grafikprogrammen komprimiert werden, was je nach Beschaffenheit des Bildes (z. B. große Flächen gleicher Farbe) eine deutliche Ersparnis an Speicherplatz mit sich bringen kann. So würden für das oben gezeigte 256-Farben-Bild nach einer Komprimierung nur noch 5.348 kB statt 42.864 kB benötigt. Da die verschiedenen Programme aber teilweise unterschiedliche Komprimierungsverfahren (insbesondere beim TIF-Format) verwenden, ist nicht immer sichergestellt, daß eine vom ersten Programm komprimierte Grafikdatei auch vom zweiten Programm gelesen werden kann. Bei unkomprimierten Bildern tauchen diese Probleme nicht auf. Als Standard für die Verwendung im Internet haben sich das JPG-Formate für Fotos (16,8 Millionen Farben, verlustbehaftete Komprimierung) und das GIF-Format für grafische Elemente (nur 256 Farben, verlustfrei Komprimierung, Möglichkeit, eine Farbe als transparent zu markieren) etabliert. Das GIF-Format ist auch für bewegte Bildchen – sogenannte animierte GIFs – geeignet. Bei der Einbindung von komprimierten Bildern in Word-Dokumente ist zu beachten, dass selbst MS Word 2000 die Bilder nicht in einem komprimierten Format ablegt. So ist es möglich, dass eine 50 kB große Textdatei, in die eine 50 kB große JPG-Grafik eingebunden wird, plötzlich über 1 MB Speicherplatz benötigt. Eine Änderung hat Microsoft erst für die nächste Programmversion in Aussicht gestellt, was aber dann sicherlich wieder eine Inkompatibilität der Dateiformate Words zu Folge haben wird. Vektor-Grafiken: Vektor-Grafiken setzen sich nicht aus einzelnen Rasterpunkten zusammen, sondern die gezeichneten Linien und Flächen werden durch Vektoren beschrieben. Wird im Freihandmodus eine gebogene Linie gezogen, so ermittelt das Grafikprogramm mehrere Bearbeitungsknoten, die durch Bézier-Kurven verbunden werden. Bearbeitungsknoten besitzen einen oder zwei Kontrollpunkt. Durch Verschieben dieser Kontrollpunkte kann der Verlauf der Bézier-Kurven beeinflußt werden. Weiter Funktionen wie Symmetrie, Glätten, Spitze, ... bieten zusätzliche Bearbeitungsmöglichkeiten.
Da bei Vektor-Grafiken alle Objekte durch Vektoren beschrieben werden, wird sowohl bei der Bearbeitung am Bildschirm als auch bei der späteren Ausgabe auf einem Drucker immer die höchste mögliche Auflösung verwendet, egal wie stark die Bilder vergrößert werden. Bei
Druckern sind heute folgende Auflösungen üblich:
Vektor-Grafiken benötigen selbst bei hoher Bildschirm- oder Druckerauflösung nur wenig Speicherplatz, sind aber nur für Zeichnungen und nicht für Echtfarbfotos geeignet. Im Internet sind Vektor-Grafiken dennoch kaum anzutreffen, da sich bisher noch kein solches Grafikformat als Standard durchsetzen konnte.
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